After Work Beer – Kleines Biker ABC

Das kleine ABC der Biker… Ankommen, Beer, Check-In

Sehr schönes Hotel „Hostellerie De L’Abbaye“ mitten in der Stadt inkl. Tiefgarage, was bei dem Fuhrpark durchaus von Vorteil ist.

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen. Nur der Tourguide behält standesgemäß einen klaren Kopf. Der Rest konzentriert sich ab sofort auf Investitionen in hochprozentige Kaltschalen aus biologischem Anbau.
Nach dem Duschen geht’s in die City zur Nahrungsaufnahme.

Der Schneider ICE zieht los

Sehr zügig geht es von der Fähre, kaum zwei Reihen sind gefüllt, die Bikes an der Wand semiprofessionell mit einem Strick fixiert. Was in Deutschland jeden Sicherheitsverantwortlichen die Nackenhaare zu Berge stehen lassen würde, scheint hier bei Moby-Personal allerdings als Ladunsgssicherung vollkommen auszureichen … hm, wie war das mit der Costa Concordia!? …

Nach kurzem Einrollen durch Bastia startet der ICE Schneider pünktlich entlang der Küstenstraße N80 nach Norden. Wie an der Perlenkette gezogen wird die kurvenreiche Küstenstraße zum Schräglagentest ausgenutzt, immer in Richtung Norden dem Frühstück entgegen. Nach einer halben Stunde Kurvenschlacht kommt der erste Zwischenstopp mit dem Ziel „Petit Dejeuner“.


  

Erster Eindruck von Korsika: … Ich sags mit den Worten von Deichkind … Leider geil

Der ICE Schneider nimmt wieder Fahrt auf. Die Tour geht durch eine traumhafte Landschaft zwischen Olivenhainen eingebettet wie sie abwechslungsreicher nicht sein kann.

Nächstes Ziel: kurzes Zwischenstopp, um den Energiehaushalt wieder herzustellen.


Der Stopp wird um die Mittagspause ausgedehnt mit einem kurzen Wechsel der Location. In diesem Falle zu Fuß, die Bikes bleiben vorerst verschont.

Die Akkus wieder voll aufgeladen geht es weiter in Richtung Calvi, unserer Unterkunft für die nächsten vier Tage.

Die Strecke schmiegt sich geradezu in die Landschaft und ist ein wahres Eldorado für Kurven-Junkies. … Ha, haste gedacht … Eines können meine Kollegen und ich bestätigen. Korsika zeigt sich als extrem abwechslungsreich. Während man gerade noch auf Flüsterasphalt, glatt wie ein Kinderpopo, das Profil bis auf die Kanten ausreizt, jedenfalls ein Teil von uns, findet man sich kurz darauf zwischen Schlaglöchern, kraterähnlichen Fahrbahnversätzen, fahrwerksfressendem Asphalt und Schotterpisten wieder. Hier erreicht der Begriff „Fahrbahnverschmutzung“ eine neue Dimension.


PS: An alle Blümchenpflücker, Landschaftsgenießer und Teilzeit-Biker: Wenn ihr aus diesem Grund in Korsika seid, nimmt bitte als Sozius auf dem Bike platz. Hier gilt ganz klar: „höchste Konzentration“ – bevor ihr in den kommenden Kurve den Kühen, Ziegen und Pferden näher kommt als euch lieb ist. Kühe auf und neben der Straße sind hier absolut keine Seltenheit. Daher gilt: Augen auf beim Biken!

Randnotiz: hab zwischenzeitlich notgedrungen mal den Enduro-Modus bei der Speedy ausprobiert: Shit happens, but it works, yehhaa …

Fußnote für Insider Kollegen „Jax TEller“: „… Ich SACHS mal so, ich will ja nicht nich ÖHLINS Feuer gießen, aber iss dat’n Auslaufmodell? …“

04.06.2015 – Das Leben erwacht auf der Fähre

Das permanente monotone Wummern des Schiffsdiesels lässt die Nacht sehr kurz ausfallen. Allerdings bin ich froh eine Außenkabine mit Dusche und Bett zu haben anstatt an Deck oder im Gang nächtigen zu müssen, wie es für einige Reisende, Personal inbegriffen geduldet wird und anscheinend auch sehr normal wirkt.

Der Sonnenaufgang auf Deck wirkt sehr ruhig und endspannend, sodass der ein oder andere Thai-Chi Jünger seine Kata zum Besten gibt.

Es gibt definitiv schlimmere Orte seinen Tag zu beginnen…