08.06.2015 – (2. Teil) Die Überfahrt nach Genua

Die Fähre legt pünktlich um 11:00 Uhr ab. Geplant sind 6 Std. Überfahrt.
Das Mittelmeer ist sehr ruhig, die Fähre noch weniger ausgelastet als bei der Hinreise. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir bei der Ankunft noch einige Zeit warten mussten.

Der uns bekannte „latest checkin“ Termin (09:30 Uhr) wurde gänzlich ignoriert, dafür war bei den wenigen Fahrzeugen auch alles in zehn Minuten komplett verladen.

Jetzt ist Ruhezeit angesagt, nach dem frühen Start in den Tag (Aufstehen kurz vor 06:00 Uhr, im Urlaub wohl gemerkt) kehrt doch etwas Müdigkeit von den vergangenen Tagen ein.

Die einzelnen km-Strecken pro Tag die wir gefahren sind bleiben zwar überschaubar, jedenfalls für die sonstigen ICE Planstrecken, dennoch waren sie sehr intensiv und teilweise anstrengend. Da man in vielen Streckenabschnitten aus engen Kurven heraus im permanenten Wechsel von links auf rechts teilweise in Schräglage rausbeschleunigt und ebenso abbremsen kann, muss, sollte – macht das zwar riesigen Spaß, ist auf Dauer aber auch sehr anstrengend. Immerhin haben wir so die Gesamt km auf bisher ca. 2.400 hochgeschraubt, was ich bei der Anzahl der gefahrenen Kurven wie mindestens doppelt so viel anfühlt.
Wenn Zeit zum Durchatmen ist, merkt man erst die zusätzliche Belastung bei den warmen Temperaturen.

Während die Einen sich etwas Ruhe in der Sonne, an Deck oder innerhalb der Fähre suchen, strapazieren die Anderen ihre Navis, um herauszubekommen wie hoch wir über dem Meeresspiegel sitzen, wie weit wir theoretisch mit dem Bike noch fahren müssten, wann wir bei diesem Tempo inkl. der Anschluss Etappe am Lago Maggiore ankommen und vor allem … ob es das Navi überhaupt kann, da wir uns ja aktuell auf einer „Seestraße“ befinden.